Donnerstag, 10. Mai 2018
Besitz ergreifen und loslassen

Drinnen geht besser als draussen. In dem Bus, der uns anderthalb Stunden lang durch Wiesbaden fährt, ist es sehr angenehm, bei 27° draussen. Die Stadt ist die letzte Station unserer Flusskreuzfahrt. Ich habe hier mal drei Jahre lang gewohnt, da war ich 13 bis 15 Jahre alt.

An "meiner" Wolfram-von- Eschenbach-Strasse im Dichterviertel sind wir vorbeigefahren, jetzt sind wir im Komponistenviertel, am Bundeskriminalamt und der orthodoxen Kirche vorbei und durch Sonnenberg gefahren, wo einer meiner Klassenkameraden wohnte, der heute Professor für Kommunikationswissenschaft in Austin (Texas) ist.

Wiesbaden ist eine schöne und reiche Stadt und ich habe sehr gute Erinnerungen an "meine" Zeit dort in den 1960er Jahren.

Inzwischen hat sich natürlich viel verändert. Es ist nicht mehr "meine" Stadt. Ich vermeide auch jeden Versuch, sie mir irgendwie wieder anzueignen oder Besitz von ihr zu ergreifen. Sie ist mir angenehm fremd geworden.

Besitz ergreifen möchte ich jetzt nur noch von einem grossen Erdbeerbecher auf dem Dern'schen Gelände. Und heute Abend gibt es dann das Abschieds-Gala-Essen auf dem Schiff.

Erdbeerbecher in Wiesbaden

Vor dem Galadinner

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