Freitag, 21. September 2018
Fortschritt
Seit einigen Wochen arbeite ich jetzt bei Google. Mein Büro befindet sich nicht weit von meiner Wohnung, im neuen e-Distrikt am Rand von Müllheim. Mein Aufgabenbereich ist die Konfiguration, Koordination und Kontrolle (KoKoKo) unserer Google Map Guides.

So nennen wir die Menschen, die innerhalb unseres fest abgesteckten geographischen Territoriums Bewertungen von Restaurants, Hotels und verschiedensten touristischen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten posten. Dabei fallen Unmengen von Rezensionen, Fotos und Kommentaren an, die gesichtet, geordnet und auf verschiedenste Arten ver- und bearbeitet werden müssen.

Ich stehe auch mit den Teilnehmern auf beiden Seiten in ständiger Verbindung, d.h. ich muss oft zwischen Bewertern und Bewerteten vermitteln. Ich kümmere mich ausserdem um Systeme der Katalogisierung, Belohnung und Motivation unserer Guides und freien Mitarbeiter.

Auf der Seite der Bewerteten übernehme ich u.a. die psychologische Betreuung von Personen und Einrichtungen, die oft niederschmetternde Bewertungen erhalten. Sensible Personen können dabei durch allzu harte Kritik bis zum Selbstmord getrieben werden, so dass es auch zu meinen Aufgaben gehört, dies durch einfühlsame Betreuung und Einwirkung auf beide Seiten zu verhindern.

Meine Tätigkeit im grossen Räderwerk von Google ist nur ein ganz kleiner Teil eines grossen und ständig wachsenden Systems der Datenerfassung und Menschenbetreuung. Mein Büronachbar zum Beispiel befasst sich mit verschiedenen anderen Dienstleistern im Verkehrsbereich, der nächste Nachbar im übernächsten Büro kontrolliert und vergrössert die Datendateien mit Bezug auf wichtige öffentliche und private Serviceunternehmen.

Dank des Unternehmens, in dem zu arbeiten ich die Ehre habe, herrscht hier Vollbeschäftigung. Während die Polizeidienststelle in den letzten fünf Jahren um drei Personen vergrössert wurde, hat meine Google-Zentrale Breisgau im gleichen Zeitraum über 500 neue Mitarbeiter eingestellt, darunter auch mich, als Oberbreisgauleiter. Und das Wachstum hält weiter an.

Die Datenmengen werden immer grösser und Google muss ständig neue Bürogebäude bauen, um der Entwicklung folgen zu können.

Da die meisten Arbeitnehmer es ablehnen, ihren Wohnort zu wechseln, um einen neuen Job zu beginnen, müssen wir unseren Bedarf an Mitarbeitern mit Menschen aus der nächsten Umgebung abdecken.

Es bleibt uns daher auch nichts anderes übrig, als Arbeitnehmer mit sehr hohen Löhnen anzulocken und aus verschiedenen anderen Bereichen abzuwerben, in denen sie relativ wenig verdienen. Dazu gehört z.B. Pflegepersonal und Personal aus verschiedenen Dienstleistungssektoren wie Einzelhandel, Erziehung, Verwaltung und Reinigung.

Ausser den neuen Bürogebäuden errichtet Google hier und überall auch ständig neue Wohnblocks für die hauseigenen Beschäftigten.

Ich kann jedenfalls sagen, dass das fantastische Unternehmen, in dem ich arbeiten darf, ständig wächst und eine glänzende Zukunft vor sich hat.

 

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Donnerstag, 20. September 2018
Ostsee

Strandkorb

Weitere skurrile und normale Urlaubsfotos in grösserem Format in meinen Einträgen

https://schreibmanblog.wordpress.com/2018/09/15/gruss-aus-hildesheim/

https://schreibmanblog.wordpress.com/2018/09/15/fischbroetchen-und-meer/

https://schreibmanblog.wordpress.com/2018/09/16/sonntag-an-bord/

https://schreibmanblog.wordpress.com/2018/09/18/heisser-dienstag/

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Sonntag, 9. September 2018
Kurkuma

kurkuma

Kurkuma ist ja zur Zeit in Mode. Nachdem es vorher hauptsächlich als Bestandteil von Currygewürz bekannt war, gibt es den ingwerähnlichen Stoff jetzt vermehrt in Pillenform. Er habe positive Wirkungen auf das Gehirn. Okay, man weiss ja nie.

Als Info habe ich irgendwo gelesen, in Indien gäbe es keine Multiple Sklerose. Dann las ich an anderer Stelle, in Indien sei auch Alzheimer unbekannt. Sowas müsste sich doch belegen lassen, oder?

Oder sind diese Infos einfach nur falsch?

So lautete die Frage, die ich zunächst mir selber und dann den Leuten von "wer-weiss-was" stellte.

Obwohl Aprilfisch

https://www.wer-weiss-was.de/users/aprilfisch/activity

zur Zeit im Urlaub ist, bekam ich mehrere interessante Antworten.

https://www.wer-weiss-was.de/t/sind-infos-uber-kurkuma-korrekt/9439306

Sogar eine ziemlich seriöse positive. Gemäss einer Studie aus Cambridge wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kurkuma gegen Alzheimer vorbeugen kann.

Curcumin derived from turmeric is well documented for its anti-carcinogenic, antioxidant and anti-inflammatory properties. Recent studies show that curcumin also possesses neuroprotective and cognitive-enhancing properties that may help delay or prevent neurodegenerative diseases, including Alzheimer’s disease (AD). (...)

https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/examining-the-potential-clinical-value-of-curcumin-in-the-prevention-and-diagnosis-of-alzheimers-disease/A2DB953BAA57C30E080D030AF0C225D9/core-reader

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Donnerstag, 6. September 2018
Erst mal zu Penny
Penny

Als ich im Auto sass und als Gelegenheitsbeifahrer ein paar Minuten Wartezeit vor mir hatte, zog ich das Handy aus der Hosentasche und tat das übliche. Mal kucken, ob jemand eine Mail oder WhatsApp oder einen Kommentar geschrieben hat.

Es gab nicht viel Aktuelles in meiner kleinen Welt und so steckte ich das Handy wieder weg.

Dann ging mir Folgendes durch den Sinn. Man hüpft und springt von einem Gedanken oder Thema zum anderen, verweilt irgendwo eventuell kurz, wie in einem Supermarkt der Anregungen, Meinungen und Ideen.

In den Zeiten vor dem Smartphone beschäftigte man sich immer etwas länger mit jedem einzelnen Thema. Kein Kaffee to go der Gefühle, keine Theorien aus der 5 Minuten Terrine.

Ob dadurch tiefergehende Gedanken erzeugt wurden, kann ich im Nachhinein schwer beurteilen.

Die Auswahl war jedenfalls nie so gross.

Im Auto auf dem Parkplatz diktiert.

LilliPenny

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Ohren verschaukelt
"Windelweich" fand neulich eine Kommentatorin im Deutschlandfunk die Antwort einer Person aus dem öffentlichen Leben zu einer Frage von öffentlichem Interesse. Meinte sie "beschissen" oder doch nur "wachsweich"?

Vielleicht sollte ich nicht immer so pingelig sein. Es lieber machen wie einige andere unbekannte Spontansprecher. Einfach raushauen, den Spruch.

"Mir kann keiner ein X vorm U vormachen."
"Da wird einem doch nur eine heile Welt vorgeschaukelt."

"Bei mir gehen 50 Prozent zum einen Ohr rein und 50 zum andern wieder raus."


Mehr in meinem Schatzkästlein.
https://schreibmanblog.wordpress.com/2017/02/25/lustigeschnitzer/

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Samstag, 1. September 2018
Scherzfragen an Monsieur Aprilfisch
Die Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, wenn man an einem geschlossenen Bahnübergang steht und einen Zug voller PKW von links nach rechts vorbeifahren sieht und ein paar Tage später von rechts nach links, muss man wohl zunächst als begrenzte Wahrnehmung verstehen. Ich wollte es aber genauer wissen und wandte mich mit meiner Neugier an das Portal
https://www.wer-weiss-was.de/.

Import

Herr Aprilfisch und weitere Experten antworteten.

Aprilfisch

Gesamter Eintrag mit allen Antworten hier:

https://www.wer-weiss-was.de/t/import-oder-export-oder-was/9438617

Interessant fand ich unter anderem, dass meine Frage, ob es sich um "Retouren" handelt, nicht sofort als Scherzfrage erkannt wurde. Viel wichtiger erschien mir dann jedoch, dass meine harmlose und naive Frage dazu führte, allgemeine Überlegungen zu Fragen der Globalisierung des Handels und der Regionalisierung der Produktion anzusprechen.

Der Name von Herrn Aprilfisch ist übrigens eine Übersetzung des französischen Begriffs für einen Aprilscherz = poisson d'avril = Aprilfisch. Für mich ist er der Herr Allwissend. Ein Phänomen. Einen Überblick seiner Antworten auf Fragen verschiedenster Art findet man hier:
https://www.wer-weiss-was.de/users/aprilfisch/activity

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Mittwoch, 22. August 2018
Wege, Wind und Wasser
Das juckt mich jetzt echt in den Fingern, nach einer Wochen mal wieder was zu schreiben. Irgendwas. Das Wetter ist mir zwar zu schön, um mich an den Schreibtisch zu setzen. Deswegen brauche ich auch an heissen Tagen ein bissle Fahrtwind um die Nase, um mich geistig über Wasser zu halten

So führte mich mein erster Weg zu einer zweiten Überwassermassage-Liegung auf dem Hydrojet in Müllheim.

https://youtu.be/-bUkXnAWXLw

https://www.orthopaedie-wirbelsaeulenchirurgie.de/therapie/wirbels%C3%A4ule/hydrojet/

Von dort fuhr ich dann mal wieder nach Breisach. Das kleine Städtchen und die verkehrsarme Landstrasse auf der französischen Rheinseite sind mir ein bisschen ans Herz gewachsen.

Weil das noble Café Ihringer aus irgendeinem Grund geschlossen war, entdeckte ich direkt gegenüber das Café Porto, wo ich drei Kugeln Eis degustierte. Minze, Mango und Grenadine. Cool Cool Cool!

Ich machte auch ein Foto von der Aussenansicht, wie sie sich derzeit noch darstellt, und lud es auch gleich bei Google Maps hoch. Ich habe denen schon einige Fotos und Rezensionen geliefert. Und es macht vielleicht nicht nur mir Spass, mal mit einem kleinen Scroll zu überblicken, wo ich in letzter Zeit überall war.

https://goo.gl/maps/TBdjgGoSof52

Von meinen Kindern höre ich, dass unser nächstes Familientreffen an einem Oktober-Wochenende in einem Center Parc in der Eifel stattfindet.

CenterParc

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Samstag, 11. August 2018
Breisach - Schock Schock Schock
Seit Monaten bin ich auf dem Weg zur Rheinbrücke nach Frankreich immer wieder an ihnen vorbeigefahren. An den Schildern "Umleitung" und "Baustelle Stadtzentrum" und an Breisach selber.

Heute wollte ich mal genauer wissen, was da los ist. Wie kann eine so schöne und tourismusabhängige Stadt am Rhein so lange ihre potentiellen Besucher von sich fernhalten und umleiten, ohne Schaden zu nehmen?

http://www.badische-zeitung.de/breisacher-geschaeftsleute-bangen-wegen-grossbaustelle-um-ihre-existenz

Ich fuhr zum Café Ihringer am Marktplatz und bestellte mir erst mal einen Zwetschgendatschi mit Sahne, um mich dann ein bisschen mit der Bediendame zu unterhalten.

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Datschi mit Baustellenblick

- Ich bin noch ganz geschockt, das ist ja eine Riesen-Grossbaustelle hier.
- Ach, sagen Sie bloss nichts. Das dauert jetzt schon seit vorigem Jahr und soll auch erst Ende nächsten Jahres fertig sein.
- Ja, was soll das denn werden? Auto- und fussgängerfreie Zone?


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Marktplatz im Stadtzentrum jetzt schon auto- und fussgängerfrei

- Naja nicht ganz autofrei, ein paar Parkplätze wird es sicher immer noch geben, für den Bürgermeister und so weiter.
- Da bleibt einem ja der Zwetschgendatschi im Hals stecken. Ist das wahr?
- Da drüben das Café Bechtel war jetzt zwei Monate lang geschlossen, mitten in der Saison.


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Nach Wiedereröffnung nur noch 1 Jahr Baustelle vorm Haus
http://www.badische-zeitung.de/neugestaltung-der-breisacher-innenstadt-kommt-gut-voran

- Da werden sicher noch andere Geschäfte Umsatzeinbussen oder Pleite machen, wenn die Leute nicht mehr mit dem Auto in die Stadt können.
- Das kann schon sein, dass noch einige auf der Strecke bleiben.


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